Volatilität

Volatilität – Was ist das genau?

Die Volatilität bezeichnet Schwankungen bei Wertpapierkursen, Rohstoffpreisen, Zinssätzen oder auch Investmentfonds-Anteile während eines bestimmten Zeitraumes. Eine hohe Volatilität liegt dann vor, wenn der Wertpapierkurs zum Beispiel starken Schwankungen nach oben und unten ausgesetzt ist. Im Gegensatz dazu spricht man von einer geringen Volatilität, wenn der Kurs nur gering schwankt.

Es handelt sich hiermit um eine mathematische Größe, welche das Maß des Risikos einer Kapitalanlage aufzeigt.

Berechnung der Volatilität

Um die Volatilität berechnen zu können, sind die einzelnen Kursstände über einen bestimmten Analysezeitraum notwendig. Den Zeitraum, über welchen man die Volatilität bestimmen will, kann der Analyst im Prinzip selbst bestimmen. Üblicherweise nimmt man bei normalen Angaben zur Volatilität jedoch ein Zeitraum von einem Jahr an.

Im nächsten Schritt gilt es den so genannten Maßwert festzulegen. Der Maßwert beschreibt hierbei den Mittelwert aller Kursstände innerhalb des fixierten Zeitraumes. Die Volatilität ist nämlich als die Abweichung von diesem Mittelwert nach oben und nach unten hin definiert.

Um die Volatilität nun berechnen zu können, ist eine etwas kompliziert anmutende Formel nötig, welche lautet:

Wurzel aus: 1/n*((x-z)²+(y-z)²)

Die Variable n entspricht dabei der Anzahl der betrachteten Zeitabschnitte, x und y stehen stellvertretend für die einzelnen Kursstände und z ist der oben erwähnte Mittelwert.

Hier nun ein konkretes Beispiel mit Zahlen. Stellen Sie sich vor, wir betrachten eine bestimmte Aktie über den Zeitraum von 4 Monaten.

Nun ist es zunächst notwendig, dass wir ihren Kursstand jeweils am Anfang des Monats und am Ende notieren und diese Werte jeweils in prozentuale Rendite umwandeln.

Beginn 1. Monat Kurswert: 62€. Ende 1. Monat Kurswert: 68€. Rendite: +6,5%

Beginn 2. Monat Kurswert: 66€. Ende 2. Monat Kurswert: 74€. Rendite: +12,1%

Beginn 3. Monat Kurswert: 74€. Ende 3. Monat Kurswert: 78€. Rendite: +5,4%

Beginn 4. Monat Kurswert: 78€. Ende 4. Monat Kurswert: 70€. Rendite: -10,3%

Der Mittelwert liegt hier bei 3,4 Prozent.

Setzen wir diese Werte nun in die komplizierte Formel ein, sieht dies folgendermaßen aus:

Wurzel aus: 1/4* (6,5%-3,4%) ² + (12,1%-3,4%)² + (5,4%-3,4%)² + (-10,3%-3,4%)²

Das Ergebnis diese Formel zeigt nun eine Volatilität von 8,3 Prozent. Das bedeutet also, die Rendite ist während dieser vier Monate um insgesamt 8,3 Prozent vom Mittelwert abgewichen.

Haben Sie nun andere Aktien als Anlageoption offen, könnten Sie deren Volatilität mit diesem Wert vergleichen, um somit das Risiko der verschiedenen Wertpapiere gegeneinander abwägen zu können. Es ist hierbei sehr wichtig, dass die betrachteten Zeiträume identisch sind.