Verschuldungsgrad – Was versteht man darunter?

Einen Verschuldungsgrad kann man nur berechnen, wenn man sich Gedanken über das Vermögen von einem Unternehmen oder einem privaten Haushalt macht. Das Vermögen kann hierbei aus eigenen finanziellen Mittel sowie auch aus fremden finanziellen Mitteln bestehen.

Der Verschuldungsgrad zeigt hierbei die Relation von Eigenkapital zu Fremdkapital auf und gibt damit Aufschluss über die Finanzierungsstruktur. Der Verschuldungsgrad wird in Prozent angegeben. Hierbei sollte dieser nicht höher als 67% betragen, was bedeutet, dass das Fremdkapital nicht mehr als das Doppelte des Eigenkapitals betragen sollte. Diese Formel zeigt den statischen Verschuldungsgrad auf.

Der Verschuldungsgrad gibt als eine wichtige Kennzahl Informationen über den finanziellen Status eines Unternehmens, denn je höher der Verschuldungsgrade, desto riskanter ist das Unternehmen aufgestellt.

Neben dem statischen Verschuldungsgrad gibt es noch den dynamischen Verschuldungsgrad. Dieser gibt die Schuldentilgungsdauer in Jahren an. Dies bedeutet, dass man aufzeigt, wie lange es dauert, bis die Verschuldung durch den erwirtschafteten Cashflow zurückgezahlt werden kann.

Bedeutung des Verschuldungsgrades

Wie schon erwähnt, spiegelt der Verschuldungsgrad die Finanzstruktur wieder. Je höher der Verschuldungsgrad, desto schwieriger wird es sein, weitere Kredite gewährt zu bekommen. Für jede Art von Schulden fallen monatlich Zinsen an, welche zusätzlich mit erwirtschaftet werden müssen, um den Verschuldungsgrad wieder zu verbessern.

Bei Unternehmungen ist der Verschuldungsgrad natürlich auch von anderen Faktoren abhängig. Dies können zum Beispiel auch andere Geschäftspartner sein. Jedes Unternehmen möchte gern mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, welches einen niedrigen Verschuldungsgrad besitzt. Es ist deshalb notwendig, dass Sie sich als Unternehmer Gedanken machen, wie Sie diesen Wert verbessern können. Kosteneinsparungen oder die Erhöhung der Einnahmen könnten Ihnen dabei helfen. Auch eine Umschuldung kann eine Lösung hierfür sein. Dabei kann Ihnen ein Unternehmensberater sehr gut zur Seite stehen und die für Sie beste Lösung erarbeiten.

Eine letzte Lösung kann unter Umständen auch manchmal nur eine Insolvenz sein. Hierbei muss der Schuldner dann über einen vereinbarten Zeitraum einen Teil seiner Schulden zurückzahlen und im Anschluss erhält er eine Restschuldbefreiung.

Was kann man im Vorfeld tun?

Sie sollten sich immer einen guten Überblick über Ihre wirtschaftliche Situation machen, sei es nur als Privatperson oder aber auch als Unternehmer. Wenn Sie dies beherzigen, dann haben Sie gute Chancen, dass Sie erst gar nicht in eine solche Situation geraten. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Finanzen, listen Sie Einnahmen und Ausgaben auf und versuchen Sie immer Einsparungspotentiale zu finden. Sie haben falsch gewirtschaftet, wenn der Verschuldungsgrad zu hoch ist und dann wird es schwierig in die andere Richtung gegen zu wirken.