Lombardkredit – Was genau ist das?

Ein Lombardkredit bezeichnet einen kurz- bis mittelfristigen Kredit, bei welchem als Kreditsicherheit in Form eines Pfandes aus Bankguthaben, beweglichen Gütern oder Wertpapieren gestellt wird. Sicher keinen Sie die Pfandleihe im Pfandhaus. Im Grunde genommen ist dies auch ein Lombardkredit.

Wie erfolgt die Aufnahme eines Lombardkredites?

Ein Lombardkredit wird mit einer kurz- bis mittelfristigen Laufzeit angelegt. Als Kreditsumme kommt es auf den Wert des Gutes an, welches Sie als Pfand hinterlegen. Hinterlegen Sie bewegliche Güter als Pfand, werden Sie von der Bank maximal 66% des Wertes als Darlehen bekommen. Bei Wertpapieren können es auch bis zu 75% sein.

Die Rückzahlung des Lombardkredites können Sie nicht in Raten gestalten, sondern müssen Sie in Form einer Einmalzahlung leisten. Sie müssen die geliehene Summe dabei zum vereinbarten Zeitpunkt inklusive der angefallenen Gebühren und Zinsen zurückzahlen. Haben Sie die Zahlung geleistet, erhalten Sie das in Pfand gegebene Gut zurück. Kommen Sie Ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nach, gibt es für die Bank zwei Möglichkeiten. Der Kreditnehmer lässt die Frist verstreichen. Damit geht das hinterlegt Pfand automatisch in den Besitz des Gläubigers über und kann veräußert werden. Zweite Möglichkeit wäre, die Frist des Lombardkredites zu verlängern. Damit erhöhen sich jedoch auch die Gebühren und Zinsen bis zum zweiten Zahlungstermin.

Sollten Sie einen Lombardkredit aufnehmen, geben Sie bei Abschluss immer Ihr Einverständnis dazu, dass das Pfand vom Kreditgeber veräußert werden darf, sofern Sie es zum vereinbarten Zeitpunkt nicht auslösen.

Im Normalfall ist der Lombardkredit schnell und unkompliziert zu erhalten, sofern Sie die notwendigen Sicherheiten haben. Möchten Sie einen Lombardkredit beantragen, können Sie dies bei einem Kreditinstitut oder einem Broker tun. Alle nachfolgenden Schritte gehen automatisch von statten. Es bieten jedoch nicht alle Banken oder Broker Lombardkredite an, deshalb sollten Sie vorab vergleichen. Das Internet zeigt Ihnen die Anbieter von Lombardkrediten und kann Ihnen auch beim Vergleich helfen. Es verhält sich hier, wie bei jeder anderen Kreditform auch, dass Sie die verschiedenen Angebote miteinander vergleichen müssen, um die unterschiedlichen Konditionen zu erkennen, da diese zum Teil deutlich voneinander abweichen.

In erster Linie sollten Sie auf einen niedrigen Zinssatz achten. Auch spielt der Beleihungswert des Pfandes eine sehr große Rolle, denn an der Grenze der Beleihungswertes bestimmt sich die Kreditsumme. Achten Sie auch auf das Depotvolumen, was die einzelnen Anbieter aufzeigen. Bei einigen Brokern wird ein Mindestdepotvolumen vorausgesetzt.

Eine Schufa-Meldung wird von den meisten Anbietern nicht verlangt, da ja das Pfand schon eine Sicherheit darstellt.

Arten des Lombardkredites

Es existieren 5 Unterarten des Lombardkredites. Hierbei sind für Verbraucher jedoch nur 3 Unterarten relevant: der Effektenlombardkredit, der Warenlombardkredit und der Edelmetalllombardkredit. Die beiden anderen Unterarten Wechsellombardkredit und unechter Lombardkredit beziehen sich nur auf Geschäftsbeziehungen von Banken untereinander.

Für wen ist ein Lombardkredit lohnenswert?

Sind Sie ein Neuling im Wertpapierhandel sollten Sie die Finger von dieser Kreditform nehmen, da das Risiko beim Wertpapierkredit sehr hoch ist. Sind Sie jedoch erfahren auf dem Gebiet, dann kann diese Kreditform durchaus sinnvoll für Sie sein.