Immobilienmakler

Immobilienmakler – Was genau ist das?

Ein Immobilienmakler ist eine Person, welche Immobilien wie Häuser, Wohnungen oder Grundstücke im privaten wie gewerblichen Bereich vermittelt. Er tritt als Vermittler zwischen Verkäufer und Kaufinteressent auf. Da es keine offizielle Ausbildung zum Immobilienmakler gibt, ist der Beruf des Immobilienmaklers ist nicht geschützt. Er existieren also auch keine fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen. Einzig und allein die Zulassung gemäß §34 c Gewerbeordnung ist nachzuweisen. Für Quereinsteiger bedeutet dies, dass man Fachkenntnisse im Grundbuch-, Vertrags-, Notar- und Mietrecht besitzen sollte.

Sein Verdienst, die sogenannte Courtage, liegt in der Regel zwischen 3% und 6% des Kaufpreises oder bei Vermietungen bei bis zu zwei Nettokaltmieten zuzüglich Umsatzsteuer (Nebenkostenvorauszahlung dürfen hierbei nicht mit betrachtet werden). Dies ist im Wohnraumvermittlungsgesetz geregelt. In den meisten Fällen erhält der Makler seine Courtage von beiden Parteien. Die Courtage erhält der Immobilienmakler erst bei einem rechtskräftigen Vertragsabschluss. Dies ist im § 652 BGB legitimiert.

Aufgaben des Immobilienmaklers

Zu den Aufgaben des Immobilienmaklers gehört es die Immobilien bzw. Objekt zu besichtigen, die entsprechende Beschreibung in einem Exposé auszuarbeiten, Anzeigen im Internet und in Zeitschriften zu schalten, potentielle Kunden zu beraten sowie die Objektbesichtigung mit diesen durchzuführen. Er sollte somit auch Kenntnisse im Miet-, Bau- und Kaufrecht haben, kommunikationsfähig sein und Verhandlungsgeschick besitzen. Es ist sehr ratsam, wenn man sich im aktuellen Immobilienmarkt auskennt und diesen beurteilen kann.

Berufliche Voraussetzungen des Immobilienmaklers

Es gibt die Möglichkeit als selbständiger Gewerbetreibender als Immobilienmakler zu agieren oder aber in Unternehmen der Wohnungsbranche sowie bei Banken oder Sparkassen angestellt zu sein. Wie oben schon kurz erläutert, existiert keine spezielle Ausbildung dieses Berufsbildes, vorteilhaft ist jedoch eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann/-kauffrau der Versicherungsmakler. Auch erleichtern Fortbildungen zum Betriebswirt für Grundstücks- und Wohnungswesen oder zur Kauffrau / Kaufmann der Grundstück- und Wohnungswirtschaft den Einstieg als Immobilienmakler.

Benötigt wird jedoch die Erlaubnis zur Ausübung dieser Tätigkeit nach oben genanntem Gesetz sowie ein tadelloses polizeiliches Führungszeugnis. Des Weiteren darf der Immobilienmakler keine eidesstaatliche Versicherung abgegeben haben, was durch einen Nachweis nachprüfbar sein muss und er darf nicht insolvent sein. Gewerbliche Verstöße dürfen außerdem nicht vorliegen.

Es ist möglich, dass sich der Immobilienmakler auf bestimmte Immobilien spezialisiert. Er kann zum Beispiel nur Ferienimmobilien oder nur Immobilien im Ausland vermitteln. Genauso ist es möglich, dass er sich auf eine Großstadt beschränkt und nur diese Immobilien vermittelt.