Immobilienkäufer

Immobilienkäufer – Was ist das?

Ein Immobilienkäufer ist eine Person, ein Unternehmen oder eine andere Institution, welche ein Grundstück bzw. ein Gebäude gegen Zahlung einer Kaufpreissumme erwirbt und damit den Besitz dieser erhält. Der Vertrag ist in dem Moment geschlossen, wenn sich Immobilienverkäufer und Immobilienkäufer über den Kaufpreis einig sind und beide Seiten dem Vertrag zustimmen. Sobald der Interessent also dem rechtsverbindlichen Angebot zustimmt, wird er zum Immobilienkäufer.

Treten mehrere Personen als Käufer auf bzw. Verkäufer auf, müssen zusätzliche Gesichtspunkte beachtet werden. Es ist somit möglich, dass Eheleute, Freunde oder Geschäftspartner einer Immobilie entweder als Miteigentümer oder auch als Gesellschaft das Objekt erwerben.

Immobilienerwerb bei Eheleuten

Eigentümer der Immobilie wird nur die Person, welche im Kaufvertrag als Vertragspartei genannt wird und später im Grundbuch eingetragen ist. Haben die Ehegatten durch einen Ehevertrag den Güterstand der Gütergemeinschaft vereinbart, so fällt die Immobilie automatisch in das sogenannte Gesamtgut der Eheleute. Beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft oder bei einer vereinbarten Gütertrennung behält jeder Ehepartner seine Gegenstände, die Vermögensmassen bleiben somit getrennt. Der Ehepartner, der den Immobilienvertrag nicht unterschrieben hat, erhält dann keine eigenen Rechte an der Immobilie, hat aber auch keinerlei Pflichten.

Miteigentümer als Vertragsparteien

Bei einem Erwerb als Miteigentümer erhalten die Käufer das Objekt nach Quoten. Bei Ehegatten wären dies jeweils 50%. Hierbei kann jederzeit das Problem auftreten, dass jeder Miteigentümer über seinen Teil verfügen kann und notfalls sogar die Auflösung der Miteigentümerschaft verlangen kann. Dies kann dann zu einer Zwangsversteigerung der Immobilie führen. Man kann hierbei aber zusammen vereinbaren, dass die Auflösung nur aus einem wichtigen Grund erfolgen darf.

Alternative zum Miteigentum: Gesellschaftsgründung

Für den Erwerb und die Verwaltung einer Immobilie gestaltet sich eine sehr interessante Alternative: Die Gründung einer Gesellschaft (z. Bst. GbR). Hierbei können Punkte wie Verfügungsbefugnis, Kündigung und Nachfolge sehr individuell geregelt werden. Sinnvoll ist dies zum Beispiel, wenn die Immobilie im Familienbesitz unter der Beteiligung mehrerer Angehöriger bleiben soll.

Reservierung der Immobilie durch einen Vorvertrag.

In vielen Fällen ist es nicht möglich einen Immobilienkauf immer sofort durchzuführen. Hierbei kann ein Grund sein, dass die Finanzierung noch nicht endgültig steht oder dass der Käufer Eigenleistungen einbringen will und diese noch nicht komplett bewertet sind. Auf der anderen Seite kann es sein, dass die bisherigen Immobilieneigentümer vielleicht eine Erbengemeinschaft ist oder die Eigentumsverhältnisse noch nicht 100% geklärt sind. In solchen Fällen kann man zwischen Käufer und Verkäufer einen Vorvertrag schließen, welcher die Reservierung der Immobilie beinhaltet. Der Vorvertrag stellt dann eine gewisse Sicherheit für beide Parteien dar. Im Vorvertrag wird ein bestimmtes Datum genannt. Bis zu diesem darf der jetzige Immobilieneigentümer das Objekt nicht anderweitig veräußern, auch wenn ein anderer Interessent einen höheren Preis bietet. Für den Käufer bedeutet der Vorvertrag, dass dieser nicht mehr vom Vertrag zurücktreten kann, auch wenn er eventuell ein schöneres Haus gefunden hat. Sowohl der Kaufvertrag als auch der Vorvertrag sollten notariell beurkundet werden.