Immobiliengutachter

Immobiliengutachter – Wer ist das?

Als Immobiliengutachter bezeichnet man eine Berufsgruppe, welche eine objektive, unabhängige Bewertung eines Grundstückes, welches wiederum bebaut oder unbebaut sein kann, vornimmt. Der Gutachter greift dabei auch sein Fachwissen sowie eine langjährige Erfahrung zurück.

Man bezeichnet den Gutachter auch als Sachverständiger, wobei sich im Gerichts- und Behördenwesen der Begriff des Sachverständigen durchgesetzt hat. Bei Privatpersonen hingegen hat sich der Begriff des Gutachters etabliert. Demnach haben Gutachter und Sachverständiger die gleichen Aufgaben, werden jedoch unterschiedlich bezeichnet.

Aufgaben des Gutachters

Die Hauptaufgabe des Gutachters besteht in der Erstellung qualifizierter Gutachten, auf dem Gebiet ihrer jeweiligen Sachkunde.

Haben Sie die Absicht eine gebrauchte Immobilie zu erwerben, sollten Sie einen Gutachter zu Rate ziehen. Dieser kann sich ein Bild vom Grundstück und der Immobilie machen und Sie auf schwerwiegende Mängel wie zum Beispiel verrottete Außenabdichtungen, Schimmel im und am Gebäude, defekte Rohre oder durchfeuchtete Dämmstoffe hinweisen. Je älter die betroffene Immobilie ist, desto sinnvoller ist die Hinzuziehung eines Gutachters. Sie als Laie können, selbst wenn Sie die Immobilie mehrfach besichtigt haben, nicht abschätzen, ob der Kaufpreis für den Zustand des Gebäudes gerechtfertigt ist oder ob hier noch immense Sanierungskosten auf Sie zukommen würden.

Arten von Gutachtern

Die Bezeichnung Sachverständiger und Gutachter sind nicht rechtlich geschützt. Somit kann sich grundsätzlich jeder so bezeichnen. Etabliert haben sich jedoch verschiedene Arten von Gutachtern, wie zum Beispiel der freie Gutachter, welcher sich selbst zum Sachverständigen ernannt hat. Desweitern gibt es aber auch EU-zertifizierte, staatlich anerkannte und verbandsanerkannte Gutachter. Welcher Gutachter für Sie der richtig ist, hängt ganz vom konkreten Einzelfall ab und welches Fachwissen und Erfahrungen der jeweilige Gutachter hat. Manchmal ist nicht ein expliziter Gutachter notwendig, zum Beispiel wenn es um die Begutachtung handwerklicher Maßnahmen geht. Hier kann Ihnen ebenfalls ein Handwerksmeister Auskunft geben. Anders hingegen bei einem Strafverfahren. Da ist es notwendig einen Gutachter hinzuzuziehen, welcher ein entsprechendes Studium absolviert hat und den Sachverhalt umfassend beurteilen kann.

Ausbildung zum Gutachter

Nicht nur das Fachwissen und die langjährige Erfahrung eines Gutachters berechtigen eine Person, sich als Gutachter zu bezeichnet. Es spielen ebenfalls noch weitere Faktoren eine Rolle. Er muss zum Beispiel in der Lage sein, eine Gutachten korrekt erstellen zu können und dies unter Umständen später auch mündlich vortragen und verteidigen können. Das heißt, er muss zum einen Sachverhalte korrekt beschreiben können und zwar so, dass Laien später in der Lage sind, diese zu verstehen.

Versteht der Laie das Gutachten nicht, ist es nicht nur wertlos, sondern muss auch nicht bezahlt werden.

Mittlerweile gibt es bestimmte Ausbildungseinrichtungen für Gutachter, die dafür sorgen, dass die fachlichen und methodischen Grundlagen vermittelt werden.