Höchstbetragshypothek – Was ist das?

Bei der Höchstbetragshypothek handelt es sich um eine Sonderform der Hypothek.

Durch eine Hypothek bekommt ein Gläubiger einen Anspruch an ein Grundstück oder eine Immobilie. Der Gläubiger kann, sobald der Schuldner nicht mehr zahlungsfähig ist, Gebrauch davon machen, diese Hypothek einzulösen. Er kann somit das Grundstück oder die Immobilie verkaufen.

Wird vom Schuldner eine Höchstbetragshypothek vereinbart wurde, wird im Grundbuch eingetragen, dass diese nur bis zu einem bestimmten Betrag in Anspruch genommen werden kann. Der Gläubiger kann sich somit nur bis zu einem Höchstbetrag bei der Veräußerung des Grundstücks oder der Immobilie bedienen.

Bei Abschluss der Höchstbetragshypothek steht noch nicht fest, in welcher Höhe das Darlehen letztendlich aufgenommen wird. Was feststeht ist der Höchstbetrag bis zu welchem das Darlehen aufgenommen werden kann. Dieser Spielraum ist immer dann gut und vorteilhaft, wenn man bei Kreditaufnahme noch nicht genau weiß, welche Höhe man beanspruchen wird.

Auf diese Weise können auch verschiedene Kredite des Gläubigers im Grundbuch abgesichert werden. Dem Schuldner wird dann aufgezeigt, bis zu welchem Betrag er den Kredit aufnehmen kann.

Vorteile einer Höchstbetragshypothek

Hat ein Schuldner schon länger laufende Beziehungen mit einer Bank oder einem anderen Gläubiger, dann weiß er durch diese langjährige Beziehung, bis zu welcher Höhe eine Kreditaufnahme möglich ist. Bleibt er seinen Zahlungen treu und bleibt innerhalb dieses Rahmens, dann muss er nicht befürchten, dass der Gläubiger Anspruch auf die Höchstbetragshypothek erhebt und das Grundstück oder Gebäude veräußert werden muss. Eventuell kann er durch dieses Verhalten auch höhere Kredite erhalten. Wichtig ist dieser Aspekt bei Unternehmen mit einem eigenen Geschäftsbetrieb.

Vor der Eintragung einer Höchstbetragshypothek müssen sich Schuldner und Gläubiger über die Höhe dieser einig sein. Sind sich beide Parteien einig, wird es bei der Eintragung auch keine Probleme geben, sondern ist eine reine Formsache. Die Möglichkeit der Höchstbetragshypothek bietet einen Spielraum für beide Parteien und es gut, wenn man die Höhe des Kreditbetrages noch nicht zu 100% festlegen muss. Der Schuldner sollte dennoch nicht versäumen, die Darlehenskonditionen gut zu verhandeln. Die Zinsen sollten sich im Rahmen halten und die sonstigen Konditionen sollten ebenfalls für ihn in Ordnung sein. Durch diese Sonderform der Hypothek wird dem Gläubiger eine Sicherheit geboten, welche bei einem normalen Kredit nicht notwendig ist. Deshalb sollte es möglich sein, einen besseren Zinssatz für das Darlehen zu erhalten.