Festgeld – Was verstehen wir darunter?

Das Festgeld beschreibt eine Form der Geldanlage, bei welcher ein bestimmter Geldbetrag zu einem festen Zinssatz und einem vorher festgelegten Zeitraum bei einem Kreditinstitut angelegt wird.

Es wird auch als Termingeld bezeichnet, wobei dem gewählten Kreditinstitut Finanzmittel für einen vorher festgelegten Zeitraum zur Verfügung gestellt werden. Dieses Geld wird zu einem festen Zeitraum zu einem festen Zinssatz verzinst und bringt dem Anleger eine entsprechende Rendite. Während des Anlagezeitraums kann der Anleger nicht auf seine Geldeinlage zugreifen.

Wie sich die Zinshöhe gestaltet, ist immer abhängig von der vorherrschenden Zinsmarktlage während des Vertragsabschlusses, von der Dauer der Einlage und natürlich von der Höhe der Einlage.

Sollte sich der Kunde entscheiden, sein Geld vor Ablauf des Zinszeitraums abzuziehen, ist dies oft mit einem Zinsverlust verbunden. Wartet er das Ende der Laufzeit ab, kann er das Geld sowie die bis dahin aufgelaufenen Zinsen in Anspruch nehmen. Im Anschluss kann eine Prolongation zwischen Kunde und Bank vereinbart werden. Dies bedeutet, dass das Geld wieder zu einem festen Zeitraum und festem Zinssatz angelegt wird. Weitere Alternative wäre, das Vermögen als kurzfristig verfügbare Sichteinlage weiterzuführen.

In der Praxis werden Festgeldkonten nur ab einer bestimmten Höhe von der Bank akzeptiert. Dies beginnt meist erst ab einigen Tausend Euro. Eine Kündigung des Vertrages muss nicht stattfinden, da im Vertrag bereits die Laufzeit und damit auch der Rückzahlungstermin geregelt wurde. Die Zinsen werden automatisch mit Ablauf des Vertrages dem Konto des Kunden gutgeschrieben.

Dauer von Festgeld

Die Einlagenzeiträume für Festgeld können zwischen den einzelnen Anbietern stark voneinander abweichen. Es sind Zeiträume von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren möglich. Je höher die festgelegte Dauer der Festgeldanlage, desto höher ist auch der Zinsertrag. Haben Sie kurzfristig Geld zur freien Verfügung und soll dieses zinsbringend angelegt werden, bietet sich das Festgeld an.

Die optimale Anlagedauer ist jedoch eine mittelfristige Planung, da sich im Anlagezeitraum die Zinsen auch verändern können. Manchmal bietet es sich deshalb an, das Geld nach Ablauf des Anlagezeitraums mit neuen Konditionen nochmals anzulegen. Ein guter und überschaubarer Anlagezeitraum liegt zwischen einem und drei Jahren. Ihre Anlage ist damit nicht zu lang gebunden und bei Zinsveränderungen können Sie diese auch wieder anderweitig anlegen.

Werden die Anlagezeiten zu kurz gewählt, bringen diese meist nur sehr geringe Zinsen und die Rendite fällt verhältnismäßig gering aus. Hier wäre die Eröffnung eines Tagesgeldkontos sinnvoller. Bei einem Tagesgeldkonto ist die Einlage auch jederzeit verfügbar und kann später in eine Festgeldanlage umgewandelt werden.

Was sollten Sie bei der Anlage von Festgeld beachten?

Festgeld wird von verschiedenen Banken, Filial- oder auch Direktbanken, angeboten und jede Bank hat ihre eigenen Konditionen. Es ist deshalb ratsam die verschiedenen Angebote vorher zu vergleichen. In der Regel bieten Direktbanken bessere Konditionen an und Sie können die Analge hierbei von daheim aus über das Online-Banking selbst verwalten. Filialbanken haben im Gegenzug bessere und individuelle Beratungen. Sie sollten bei der Auswahl der Bank deshalb auf folgende Punkte achten:

  • Höhe der Mindest- und Maximaleinlage
  • Zinshöhe
  • Laufzeit
  • Online Banking
  • Eventuell anfallende Kontoführungsgebühren
  • Einlagensicherung der Bank

Wie legt man Festgeld an?

Nachdem an verschiedene Angebote verglichen hat und sich für eine Bank entschieden hat, ist die Eröffnung eines Festgeldkontos relative unkompliziert und in vielen Fällen auch online möglich. Entscheiden Sie sich für eine Online-Variante bekommen Sie alle benötigten Unterlagen per Post von der Bank zugeschickt. Bei der Filial-Variante eröffnen Sie das Konto vor Ort.