Bafin 

Bafin – Was ist das?

Die Abkürzung Bafin steht für die Bundesanstalt Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie ist für die Aufsicht von Finanzdienstleistungsunternehmen auf Bundesebene zuständig und ihr Hauptanliegen ist, in Deutschland ein stabiles, funktionsfähiges, wettbewerbsfähiges und vor allem vertrauenswürdiges Finanzsystem zu gewährleisten.

Entstanden ist die Bafin als Aufsichtsbehörde im Jahre 2002, als sich die 3 Behörden Bundesaufsicht für das Kreditwesen (BAKred), Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV) und das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) zusammengeschlossen haben. Ziel dieses Zusammenschlusses war für den Gesetzgeber die Beseitigung von Kompetenzüberschneidungen und einen besseren Marktüberblick zu erhalten. Sie möchte die Finanzmärkte Deutschlands beaufsichtigen und kontrollieren, um faire Handelsbedingungen für jeden zu ermöglichen. Tätigkeiten wie Geldwäsche, Anlagenbetrug, Insiderhandel oder Marktmanipulationen sollten verhindert werden, um Anleger, Bankkunden und Versicherte auf die Korrektheit des deutschen Finanzsystems vertrauen können.

Die Bafin ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main und Bonn, direkt dem Bundesministerium der Finanzen unterstellt. Die Bafin beschäftigt rund 2600 (Stand Januar 2018) Mitarbeiter und finanziert sich vollständig aus Gebühren und einer Umlage, die die beaufsichtigten Unternehmen leisten müssen.

Zusammensetzung der Bafin

Die Bafin besteht aus den folgenden Organen: dem Direktorium, dem Präsidenten oder der Präsidentin und dem Verwaltungsrat. Gesamtheitlich geleitet und verwaltet wird diese Zusammensetzung durch das Direktorium. Das Direktorium besteht aus dem Präsidenten bzw. der Präsidentin sowie 4 Exekutivdirektor(inn)en, welche die Leiter der Geschäftsbereiche Bankenaufsicht, Versicherungs- und Pensionsfondaufsicht, Wertpapieraufsicht und Querschnittsaufgaben/Innere Verwaltung sind.

Die Beschlüssen werden der Bafin werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Gibt es eine Stimmengleichheit, ist die Stimme des Präsidenten ausschlaggebend.

Der Verwaltungsrat ist dafür zuständig, die Geschäftsführung der Bafin zu überwachen. Diese besteht aus 17 stimmberechtigten Mitgliedern, darunter sechs Vertreter unterschiedlicher Ministerien, fünf Bundestagsabgeordnete, je ein Vertreter der Kreditinstitute, der Versicherungsunternehmen und der Kapitalgesellschaften sowie drei Wissenschaftlern.

Wie ist die Bafin organsiert?

Die Bafin ist in Operationsbereiche gegliedert. Diese sogenannten Säulen sind die Versicherungsaufsicht, die Bankenaufsicht und die Wertpapieraufsicht / Asset-Management. Als weitere Säule gibt es die Querschnittsaufgaben bzw. Innere Verwaltung.

Die Bafin beaufsichtigt rund 1630 Banken, 30 Pensionsfonds, mehr als 6300 inländische Fonds, rund 540 Versicherungsunternehmen, 400 Kapitalgesellschaften, 720 Finanz- sowie 40 Zahlungs- und E-Geldinstitute und knapp 90 Zweigniederlassungen ausländischer Kreditinstitute aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (Stand 31. Dezember 2017).

Aufgaben der Bafin

Die Bafin trägt mit Ihrer Solvenzaufsicht dazu bei, dass die Zahlungsfähigkeit von Kreditinstituten, Versicherern und Finanzdienstleistern sichergestellt wird.

Des Weiteren soll durch die Marktaufsicht der Bafin faire und transparente Verhältnisse an den verschiedenen Märkten sichergestellt werden, um damit die Verbraucher zu schützen. Beinhaltet sind hierbei alle Produkte und Finanzdienstleistungen, die von der Bafin beaufsichtigt werden.

Eine andere Aufgabe der Bafin ist es zu verhindern, dass das Finanzsystem zu Zwecken der Geldwäsche und Terrorfinanzierung benutzt wird.